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Dorsale Fußhöcker


Wo findet sich der dorsale Fußhöcker?

Er findet sich auf der Fußrückenseite (=dorsal), eher zum Fußinnenrand hin (=medial) und kann durch Rötungen, Schwellungen, jedoch immer mit Schmerzen auf sich aufmerksam machen. 

Was ist Ursache eines dorsale n Fußhöcker s?

Meistens entsteht der dorsale Fußhöcker durch hervorstehende Gelenkränder im Bereich der Ossa cuneiformia I und II sowie über dem Os naviculare (Keil- und Kahnbein = Fußwurzelknochen), über dem durch Reizung dieser Gelenke schließlich ein Schleimbeutel entsteht.
Er kann jedoch auch Ausdruck einer Arthrose des Gelenkes zweier Knochen, nämlich dem Os cuneiforme I und dem Mittelfußknochen I sein.
Auch ein Ganglion (Schleimbeutel) über dem Talo-Naviculargelenk kann Ursache der druckempfindlichen, sichtbaren Vorwölbung des Fußrückens sein.  

Die Untersuchung des dorsale n Fußhöcker s:

Aufgrund der o. g., verschiedenen Ursachen wird zunächst lokal untersucht, um beispielsweise die meist prall elastische Flüssigkeit in einem Ganglion zu tasten oder aber die möglicherweise gut tastbaren, vorgewölbten Ränder der miteinander artikulierenden Knochen.
Außerdem verschafft die Untersuchung auch Einblick über lokale Entzündungsreaktionen und über den Grad der Schmerzhaftigkeit. 

Anzufertigen ist wegen der meist knöchernen Veränderungen beim dorsale n Fußhöcker eine im seitlichen Strahlengang durchgeführte Aufnahme des Fußes, die radiologisch die sichere Differenzierung zwischen lediglich vorgewölbten Knochenrändern, arthrotischen Fußgelenken oder lediglich Weichteil-Veränderungen erbringt.  

Die Symptomatik des dorsale n Fußhöcker s:

Durch den Druck des Schuh-Oberleders, nachfolgend Entzündung eines sich meistens bildenden Schleimbeutels, entwickelt sich die im Vordergrund stehende, lokale Druckschmerzhaftigkeit.
Über die möglichen entzündlichen Reaktionen des Schleimbeutels, oder eines Ganglions des Talo-Naviculargelenkes wurde bereits gesprochen.
Der dorsale Fußhöcker findet sich häufig beim lockeren Hohlfuß, jedoch auch beim Plattfuß.  

Therapie des dorsale n Fußhöcker s:

Grundsätzlich ist sowohl die konservative Therapie, wie, bei chronisch entzündlichen Befunden, konservativer Therapieresistenz, die operative Therapie.  

Konservative Therapie des dorsale n Fußhöcker s:

Der Druck des Oberleders auf den Fußrücken und die prominenten Strukturen muss durch Ausweitung, Aufweichung des Leders, z. B. gepolsterte Schuhzunge, Hohllagerung mit Filzring oder entsprechende Einlagen bei Fußdeformitäten verringert werden.
Wichtig ist somit, sich entsprechendes Schuhwerk anzuziehen, weil letztlich erst in Zusammenhang mit einer Vorwölbung lokale Reizungen und Schmerzhaftigkeit beim dorsale n Fußhöcker provoziert werden.
Bei überwiegend entzündlichen Veränderungen ohne knöchernes Korrelat ist z.B. auch durch Infiltrationen mit einem Lokalanästhetikum ggf. eine Beschwerdeverringerung zu erreichen. 

Operative Therapie des dorsale n Fußhöcker s:

Falls konservative therapeutische Ansätze nicht zum Erfolg führen, können beispielsweise der entzündlich veränderte Schleimbeutel (Bursa) oder ein Ganglion entfernt werden.
Hierbei sollte jedoch nach Möglichkeit das darunter liegende Gelenk weder eröffnet werden, auch die Gelenkränder nicht weiträumig entfernt werden, da sonst ggf. eine rasch voranschreitende Arthrose entstehen könnte.
Dennoch lässt sich, insbesondere bei größeren arthrotischen Veränderungen, nicht vermeiden, Randwülste keilförmig abzumeißeln, als Ultima ratio kommen sogar Gelenkversteifungen, z. B. zwischen Mittelfuß und Os cuneiforme I in Betracht. In diesem Falle wäre dann postoperativ ein Unterschenkelgips zu tragen, in dem ab der 6. postoperativen Woche belastet werden dürfte.  

Wir hoffen, Ihnen mit dieser kurzen Beschreibung des dorsale n Fußhöcker s weitergeholfen zu haben. Der Vollständigkeit halber weisen wir darauf hin, dass operative Verfahren in unserer Klinik nicht durchgeführt werden. 

Dr. med. R. Wieczorek
Arzt für Orthopädie, Physikalische Therapie
Chirotherapie/Sportmedizin

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Aktualisiert: Juli 2010

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