Kokzygodynie
Ursachen der
Kokzygodynie Von der Kokzygodynie sind meist Frauen
betroffen, ohne dass ein Zusammenhang mit dem Alter gefunden wird. Die Ursachen
sind sehr unterschiedlich, oft wird aber eine auslösende Ursache der
Kokzygodynie nicht gefunden. Ursachen der Kokzygodynie können in einigen Fällen
Knochenbrüche, Prellungen, Verrenkungen, teils auch anlagebedingte Formveränderungen
darstellen. Weitere Ursache können starke mechanische Belastungen beim langen
Sitzen auf harten Unterlagen als auch schwere Geburten sein. Nicht vergessen
sollte man Zusammenhänge mit Krankheiten im Bereich der unteren Lendenwirbel
oder den Kreuz-Darmbeingelenken. Es werden Zusammenhänge mit psychischen
Belastungen vermutet. Sehr selten als Ursachen der
Kokzygodynie sind Entzündungen des Knochens, bösartige Neubildungen (Tumore)
oder die Tuberkulose.
Diagnose
der Kokzygodynie Vorwiegend kommen die Patienten wegen
starken Schmerzen im Steißbeinbereich zum Arzt. Die Schmerzen liegen zeitweilig
am Übergang zwischen Kreuz- und Steißbein, als auch im Bereich der Steißbeinspitze.
Wegen den starken Schmerzen bei Kokzygodynie wird das Sitzen oft völlig
vermieden.
Klinische
Untersuchung bei Kokzygodynie Ihr Arzt wird zunächst eine genaue
Anamnese (Krankheitsgeschichte) erheben, er wird mit Ihnen die verschiedenen
auslösenden Ursachen besprechen. Darauf wird eine genaue körperliche
Untersuchung erfolgen. Häufig können hierdurch bereits schwerere Erkrankungen
ausgeschlossen werden. Ihr Arzt wird einen Druck- oder Klopfschmerz am Steißbein
finden. Untersuchungen bei Kokzygodynie
In der Regel werden Röntgenaufnahmen des Steißbeins in 2 Ebenen
durchgeführt. Nur selten findet sich hierbei eine Erklärung für die
Beschwerden bei Kokzygodynie. Ggf. werden weitere Untersuchungen wie eine
Kernspintomographie oder auch eine Szintigraphie durchgeführt. Sollten Hinweise auf einen bösartigen Tumor bestehen, käme auch die Überweisung zum Chirurgen oder Internisten infrage, um Erkrankungen des Darms oder des Beckens auszuschließen. Ggf. werden auch zusätzliche Laboruntersuchungen erfolgen, um die Kokzygodynie von anderen Erkrankungen abzugrenzen.
Therapie
der Kokzygodynie Bei starken Schmerzen wird zunächst ein
schmerz- und reizminderndes Medikament gegeben. Hier sollten Sie mit dem
behandelnden Arzt auch über evtl. Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen zu
anderen Medikamenten sprechen. Gelegentlich können auch
Spritzen
mit einem lokalen Anästhetikum und Beimischung von geringen Dosen von Cortison
die Beschwerden bei Kokzygodynie bessern.
Krankengymnastik bei Kokzygodynie: Sollten die Ursachen der Kokzygodynie im
Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) oder den Kreuz-Darmbeingelenken liegen, können
Einschränkungen der Beweglichkeit durch aufdehnende Behandlungen im Rahmen der
manuellen Therapie verbessert werden. Auch kann die Osteopathie in einigen Fällen
eine Linderung erreichen, ebenso die kranio-sacrale Therapie.
Akupunktur bei Kokzygodynie: Es sollte bei unveränderten Beschwerden
auch ein Versuch mit der Akupunktur erfolgen.
Ergotherapie bei Kokzygodynie: Die Ergotherapeuten werden versuchen
durch Anpassung von Alltagsgegenständen die Beschwerden bei Kokzygodynie zu
lindern. Hier kann durch eine entsprechende Sitzpolsterung ggf. auch mit einem
Lochkissen oder einem aufblasbaren Ring eine Erleichterung geschaffen werden.
Physikalische Therapie bei
Kokzygodynie: Bei der Kokzygodynie werden sowohl Wärme
als auch Kälteanwendungen eingesetzt. Oft helfen schmerzlindernde
Elektrotherapien wie Interferenz, Hochvolt, Iontophoresen und das TENS-Gerät. Ebenfalls einen guten Einfluss auf die
Kokzygodynie haben Softlaserbehandlungen sowie Ultraschall.
Röntgenreizbestrahlung bei
Kokzygodynie: Sollten die anderen Verfahren keine Besserung erreichen, kann auch ein Versuch mit der Röntgenreizbestrahlung bei Kokzygodynie eingesetzt werden. Bei diesem Verfahren wird eine bestimmte Röntgenstrahlung auf die schmerzhaften Stellen gegeben. Dies hat oft eine Schmerzlinderung zur Folge. Bis auf eine geringe Strahlenbelastung finden sich hierbei keine Nebenwirkungen.
Operation bei Kokzygodynie: Eine operative Behandlung der
Kokzygodynie sollte sehr genau überlegt werden, da hierbei nur selten
Besserungen erreicht werden.Oft kann es sogar zu einer Schmerzverstärkung
kommen. Auch Operationen, die Nerven
durchtrennen, die für die Schmerzempfindung zuständig sind, haben keine großen
Erfolgsaussichten.
Psychologische Betreuung bei
Kokzygodynie: Da in einigen Fällen die Kokzygodynie
auch durch psychische Belastungen ausgelöst oder weiter verschlechtert werden
kann, ist eine psychologische Betreuung oft ratsam. Hier kann man als Patient im
Rahmen der Schmerztherapie entsprechende Entspannungsverfahren erlernen. Bis auf die operativen Maßnahmen und
die Röntgenreizbestrahlung werden alle o. g. diagnostischen Maßnahmen und
therapeutischen Hilfen in der orthopädischen Abteilung der Klinik am Homberg
durchgeführt. Sie sollen Ihnen helfen, kurz- und langfristig die Beschwerden
und Schmerzen bei Kokzygodynie zu lindern. Ihr Team von der Klinik am Homberg
Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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